Bildungsserver und Jobplattform für soziale Berufe D•A•CH

Seminarkalender

Seminare, Workshops und Lehrgänge für Soziale Berufe, Pädagogik, Therapie, Beratung, Coaching und Supervision

Kostenlosen Eintrag erstellen


Suchfilter zurücksetzen

Lade Seminare

« Alle Seminare

  • Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

Ausbildung zum(r) Deeskalationstrainer*in nach ProDeMa für den Fachbereich Menschen mit Behinderung (MmB) Start 08.09.2020

8 September

Ausbildung zum(r) Deeskalationstrainer*in nach ProDeMa für den Fachbereich Menschen mit Behinderung (MmB) Start 08.09.2020

Ausbildung zur/ zum Deeskalationstrainer/in

In allen Systemen der Sozial- und Gesundheitsinstitutionen (Psychiatrien, Krankenhäuser, Jugendhilfen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, Rettungsdienste, Sozialämter, Schulen etc.) ist die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten aggressiver Verhaltensweisen und angespannter Situationen deutlich erhöht. Daher besteht dort eine besondere Notwendigkeit sich mit der Entstehung von Gewalt und Aggression auseinander zu setzen und alle Möglichkeiten der Deeskalation zu nutzen, um psychische oder physische Beeinträchtigungen oder Verletzungen von betreuten Menschen und von Mitarbeitern zu verhindern.

In einer 12-tägigen Ausbildung werden die ausgewählten TeilnehmerInnen einer Institution dazu befähigt, das Präventionskonzept (inkl. Schulungskonzept) mit allen Inhalten in Absprache mit ihrer Führung und mit beratender Hilfe des Ausbildungsleiters in der eigenen Institution umzusetzen. Der Deeskalationstrainer  wirkt dabei als Multiplikator und Berater, initiiert und betreut das Deeskalationsmanagement, wird eingebunden in den Arbeitnehmerschutz sowie in die Nachsorgekonzeption und schult bzw. trainiert die MitarbeiterInnen in allen relevanten Inhalten.

Diese Ausbildung ist spezialisiert auf den Umgang mit herausfordernden, abwehrenden oder befremdlichen Ver- haltensweisen von betagten Menschen, welche oft als ag- gressives Verhalten fehlgedeutet werden. Zielgruppe sind Alten- und Pflegeeinrichtungen, stationäre Einrichtungen mit besonders geschützten Wohnbereichen, Gerontopsy- chiatrien und geriatrische Einrichtungen sowie Kranken- häuser mit einem hohen Anteil an alten und pflegebedürf- tigen Menschen.

Inzwischen gibt es viele stationäre Pflegeeinrichtungen, die auch jüngere Menschen mit psychischen Erkrankungen, Suchtbiographien etc. aufnehmen und betreuen. Auch die- se Klientel wird in der Ausbildung berücksichtigt. Neuere Studien zeigen, dass in stationären Pflegeeinrichtungen ag- gressive Verhaltensweisen mit Verletzungsfolgen doppelt so häufig vorkommen wie in Psychiatrien oder Forensiken. Die Krankheitsrate bei Mitarbeiter*innen in Pflegeeinrichtun- gen ist die höchste im Gesundheitswesen. Unter anderem ist dies durch die Notwendigkeit körperlicher Nähe bei den Pflegemaßnahmen zu erklären, für die besondere Vorge- hensweisen entwickelt wurden. Ein weiterer Schwerpunkt ist der deeskalierende Umgang mit desorientierten und de- mentiell erkrankten Bewohner*innen.

  • Verminderung aggressionsauslösender Reize bei betagten oder schwerst pflegebedürft. Menschen
  • Verhinderung und Verminderung von Gewalt und Aggression durch spezielle strukturelle Maßnahmen, z.B. Milieugestaltung oder Beobachtungsverfahren (DCM)
  • Arbeitsorganisation und Arbeitsschutz:
    Wege zur Gesunderhaltung der Mitarbeiter*innen
  • Herausforderndes, abwehrendes, befremdliches und aggressives Verhalten: Wahrnehmung, Interpretationen und Fehlbewertungen
    von Verhaltensweisen betagter Menschen
  • und deren Konsequenzen
  • Der Grundkonflikt: Autonomie- und Selbstbestimmungswünsche betagter Menschen treffen auf durchorganisierte Prozessabläufe
    mit hoher subjektiv erlebter Fremdbestimmung
  • Macht und Machtmissbrauch, Umgang mit Überforderungssituationen
  • Angst und Selbstwert: emotionale und kognitive Probleme betagter Menschen und deren Folgen
  • Verständnis für Ursachen und Beweggründe aggressiver Verhaltensweise durch die Kenntnisse neuropsychologischer, medizinischer und psychologischer Krankheitsbilder
  • Verlangsamung körperlicher und geistiger Bewegungsabläufe und Kommunikations möglichkeiten betagter Menschen im Umfeld von Betriebsamkeit, Stress und Eiligkeit
  • Verbale Deeskalation bei Menschen mit geringen kognitiven oder sprachlichen Einschränkungen
  • Verbale Deeskalationsmöglichkeiten bei verwirrten und betagten Menschen mit stark eingeschränkten Sinnes- und Kommunikationsmöglichkeiten (intensives Training mit Video-Feedback)
  • Sichere Annäherung: Präventive Körpertechniken zur sicheren Annäherung bei Mobilisation, Lagerung, Transfersituationen mit betagten
    und pflegebedürftigen Menschen
  • Sicherheitsaspekte und Präventionsmöglichkeiten gegen häufige „Bagatellübergriffe“
    mit kleinen und mittleren Verletzungsfolgen, z.B. durch Beißen, Kratzen, Um-sich-schlagen, Treten etc.
  • Speziell für betagte Menschen entwickelte, absolut schonende Flucht- und Abwehrtechniken, sanfte Begleit-, Halte- und Immobilisationstechniken

Die Termine bitte der Broschüre entnehmen.

Empfehlen Sie dieses Angebot Ihren Freunden:

Veranstaltungsort

Haus der Begegnung
Rennweg 12
6020 Innsbruck, 6020
+ Google Karte
Telefon:
0043 7278/ 34273
Link zur Webseite:
https://www.loesungsmittel.at

Mich können Sie mieten:
Werbebanner Seitenleiste 375 x 225 Pixel
Mehr Info

Bleiben Sie immer top-informiert mit unserer praktischen E-Mail-Benachrichtigung über neue Einträge!

 
bildungsserver scroll to top